Ja zu geplanter Multifunktionshalle in Minden

Aber: Beteiligung des Kreises muss begrenzt sein

Die Kampa-Halle in Minden
Die Kampa-Halle in Minden
Soll am ehemaligen Mindener Güterbahnhof eine neue Multifunktionshalle entstehen? Und vor allem: Darf sich der Kreis finanziell daran beteiligen? Die Diskussion darum wird hitzig geführt. Wir als Kreisverband haben uns auf unserer Mitgliederversammlung auf Initiative der JU Espelkamp in einem Antrag eindeutig positioniert. Den genauen Wortlaut gibt's hier zum Nachlesen.

Ob als Veranstaltungsort für Messen und für kulturelle Ereignisse oder als Sportstätte – die Kampa-Halle ist ein wichtiger Imageträger über die Grenzen von Minden hinaus auch für den gesamten Kreis Minden-Lübbecke. Dass die aktuelle bauliche Situation nicht zufriedenstellend ist und eine zukunftsfähige Lösung gefunden werden muss, ist unstrittig.

Wir als Kreisverband der Jungen Union Minden-Lübbecke sprechen uns dafür aus, dass wie geplant eine neue Halle entsteht, da die Kosten zur Sanierung der Kampa-Halle in keinem Verhältnis zu einem Neubau stehen. Auch sehen wir den vorgesehenen Ort am ehemaligen Mindener Güterbahnhof als geeignet an. Was dort für die Zukunft entstehen könnte, begrüßen wir als politische Jugendorganisation und damit als Fürsprecher künftiger Generationen sehr.

Gleichzeitig ist es uns als Kreisverband und damit als Vertreter aller Städte und Gemeinden im Mühlenkreis ein besonderes Anliegen, dass der Kreis sich zwar an dem Projekt beteiligt, diese finanzielle Mitbeteiligung aber eindeutig gedeckelt ist und den Verhältnissen entspricht. Dies ist in unseren Augen die Summe von vier Millionen Euro. Denn der Kreis Minden-Lübbecke ist Juniorpartner am Bauprojekt – nicht mehr und nicht weniger. Dies gilt insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen Planungen, die derzeitige Kreisumlage ohnehin erhöhen zu müssen.

Vor allem aber muss gewährleistet sein, dass der dauerhafte Betrieb der geplanten Multifunktionshalle in Minden ohne die Unterstützung des Kreises auskommt. Es ist nicht die Aufgabe von den übrigen Kommunen neben Minden, am Ende über die Kreisumlage den Betrieb der Multifunktionshalle sicher zu stellen. Überhaupt muss man sich mit aller Kraft, Planung und Sorgfalt darum bemühen, dass die geplante Multifunktionshalle schlussendlich nicht in einer Reihe mit Projekten wie der Elbphilharmonie oder dem Berliner Flughafen steht. Es gilt, private Investoren für den Bau zu gewinnen und auf Fördergelder zu setzen, damit es am Ende ein Erfolg werden kann, der über Minden und den Mühlenkreis hinaus Beachtung findet. 

Beschlossen von den Mitgliedern der JU Minden-Lübbecke auf der Kreismitgliederversammlung am 28.10.2016

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