Junge Union fordert Umdenken in Düsseldorf

Hausärztliche Versorgung in ländlichen Gebieten muss sichergestellt werden

Christoph Hartke, JU-Kreisvorsitzender
Christoph Hartke, JU-Kreisvorsitzender
„Wir wollen, dass Ärzte vor Ort bleiben. Dies ist ein elementarer Faktor für die Attraktivität der ländlichen Gebiete im Mühlenkreis. Nicht nur für die älter werdende Gesellschaft, sondern gerade auch für junge Familien“, stellt Christoph Hartke (Rahden), der Kreisvorsitzende der Jungen Union Minden-Lübbecke, klar.

Der demografische Wandel werde sich in den nächsten Jahren massiv auf die hausärztliche Versorgung auswirken. „Die rot-grüne Landesregierung und insbesondere die Gesundheitsministerin waren leider bisher untätig, obwohl das Ministerium selbst festgestellt hat, dass zum Beispiel in Rahden, Hille und Hüllhorst die hausärztliche Versorgung gefährdet ist“, so Hartke weiter.

Es reiche nicht aus, das bestehende Hausarztprogramm weiterzuführen. Frühzeitig und gemeinsam mit allen Akteuren müssten Konzepte entwickelt werden, um eine gute medizinische Versorgung auch weiterhin zu gewährleisten. „Der absehbare Ärztemangel liegt nicht am fehlenden Interesse der jungen Menschen am Medizinstudium. Wir bilden einfach zu wenig aus, da die Studienplätze in Nordrhein-Westfalen nicht zur Verfügung stehen. Unverständlich ist daher auch die Verweigerungshaltung der Landesregierung gegenüber einer medizinischen Fakultät an der Universität Bielefeld“, kritisiert der JU-Kreisvorsitzende.

Im Wintersemester 2012/2013 stellten die Universitäten bundesweit nur 8.989 Studienplätze für Humanmedizin zur Verfügung. Auf diese Plätze gab es 42.726 Bewerbungen, was einen Schnitt von 4,8 Bewerbern auf jeden Studienplatz bedeutet. „Das muss geändert werden“, fordert die Junge Union im Mühlenkreis.

„Rot-Grün in Düsseldorf muss Anreize schaffen, dass Medizinabsolventen und junge Ärzte eine Hausarztpraxis im ländlichen Raum übernehmen, um die Gesundheitsversorgung vor Ort sicherzustellen. Schließlich macht der demografische Wandel auch vor Ärzten nicht halt. Politik und Gesellschaft müssen hier schleunigst gegensteuern, wenn wir auch in Zukunft eine ausreichende, gute und ortsnahe ärztliche Versorgung in allen Regionen sicherstellen wollen“, so Hartke abschließend.

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